Beruf und Bildung

Warum nicht?

Wenn der langersehnte Ruhestand endlich da ist, hat man alle Zeit der Welt, um die Dinge zu tun, die man immer schon einmal machen wollte. Man kann alles ruhig angehen lassen, niemand hetzt einen mehr, aber ist das wirklich so? Allgemein bekannt ist doch, dass gerade Ruheständler nie Zeit haben.

Wir vom Team 50+ infos sind der Sache einmal nachgegangen und hier ist unser Bericht:

Bei vielen Ruheständlern haben sich im Laufe ihres langen Berufslebens Schuldgefühle eingeschlichen, wie z.B. nicht ausreichende Schulbildung, Versäumnis beim Erlernen von Fremdsprachen, Mangel an Kenntnissen in Kunst und Kultur etc. Hinzu kommt, dass die heutige Jugend in der revolutionierenden Computerwelt  den Alten total überlegen ist, und so eine verkehrte Welt entstanden ist, Jung lernt nicht mehr von Alt, sondern umgekehrt. Hinzu kommt, dass die Jugend sportlich aktiv, dynamisch und total locker ist, was in manch einem Ruheständler den Wunsch weckt, auch einmal so unbeschwert zu leben.

Nun ist da plötzlich ein leerer Raum, der ausgefüllt werden muß, und hier kann alles hineingepackt werden: Einschreiben an der Uni, Besuche von Kultur- und Literaturkreisen, Anmeldung im Fitnessstudio, Besuch von Volkshochschulkursen, Erlernen eines Musikinstrumentes etc. und....... hat keine Zeit mehr.

Allerdings gibt es da auch eine andere Gruppe und die möchte alt sein. Für sie waren in ihrer Jugend 60-jährige alt, und es hat sich an dieser Einstellung nichts geändert. Sie stehen zu ihren Falten und der üppigen Figur und dazu, dass vieles für sie nicht mehr möglich ist, alles andere wäre für sie reine Verdrängung. Sie wollen nicht mit der Jugend mithalten, denn sie haben in ihrem Leben das geleistet, was ihnen möglich war und wollen einfach ihre Ruhe haben. Das heißt aber nicht, dass sie nichts für ihre Gesundheit tun, auch sie wollen gepflegt aussehen und betätigen sich sportlich, aber sie tun das nur für sich ganz alleine und....... haben viel Zeit.

Entscheiden Sie selber, zu welcher Gruppe Sie gehören, nur wichtig ist, dass Sie die andere Gruppe tolerieren!