Freizeit und Kuktur
Tagebuch
Erinnern Sie sich noch an Ihre Jugendzeit, wo Sie alles, was Sie bewegt und aufgewühlt , geärgert oder wütend gemacht hat, aufgeschrieben haben? Ja, wir meinen das allzeit geliebte Tagebuch.
Irgenwann war dann die Zeit vorbei und das Tagebuch gehörte der Vergangenheit an. Eigentlich schade, finden wir, und möchten Ihnen Anreize schaffen, es wieder einmal zu versuchen. Wäre es nicht wunderbar, nach ein paar Jahren nachlesen zu können, was man an einem bestimmten Tag in einem bestimmten Jahr gemacht hat, oder wie das Allgemeinbefinden war, welches Wetter wir hatten oder was man von wem geschenkt bekommen hat?
Gedächtnislücken sind nicht nur bei der Generation 50plus an der Tagesordnung, aber sie finden gerade bei diesen Menschen mehr Beachtung und Sorgen. Man erinnert sich gut daran, was die Eltern in dem Alter alles noch wußten, und man selbst kann sich kaum noch an die Mitschülernamen in der Schule erinnern. Wir vergessen einfach, dass die heutige Zeit mit ihrer schnelllebigen und hektischen Art ganz anders verarbeitet werden muß.
Um sich selbst eine kleine Brücke zu bauen, hilft ein Tagebuch enorm. Einen Anfang sollten Sie bei einer Reise machen. Hier schreiben Sie Ihre Eindrücke, Erlebnisse und Ortsnamen von Besichtigungstouren auf. Sie können das in Stichpunkten oder ausführlich machen, ganz, wie Ihre Zeit und Lust es zuläßt. Sie werden sehen, wenn Sie Ihre Fotos dann anschauen, erinnern Sie sich anhand Ihrer Notizen viel besser.
Wenn Sie dann auf den Geschmack gekommen sind, versuchen Sie besondere Tagesabläufe des Alltags zu notieren. Praktisch ist es hierfür auch einen Taschenkalender zu benutzen. Schreiben Sie einfach in die Datenspalten das rein, was Ihnen wichtig ist.
Tagebücher helfen auch, gute oder schlechte Erlebnisse zu verarbeiten, Einsamkeit zu überwinden oder zum Gedächtnistraining. Es ist erwiesen, dass Aufgeschriebenes Blokaden löst, befreit und sich viel besser einprägt, also behalten wird. Sie können ein Tagebuch auch als "Freund" betrachten, indem Sie ihm ganz persönliche Dinge anvertrauen. Hier können Sie ganz sicher sein, dass niemand sie ausplaudert. Doch sollten Sie aber auch bedenken, dass die Bücher evtl. einmal von dritten Personen gefunden werden könnten und gelesen werden. Aber schaden kann man Ihnen dann nicht mehr damit.
Nun, haben wir Sie neugierig gemacht? Versuchen Sie es doch einfach mal wieder! Viel Spaß dabei!