Freizeit und Kuktur
HILDE, der Film
Wer von der Generation 50 plus hat sie nicht verehrt, unsere Hilde. Sie war einfach so, wie jeder in der Zeit gerne gewesen wäre, unabhängig und frei. Sie setzte sich über Klischees hinweg und nahm in Kauf, dass man sie für eine Sünderin hielt. Doch wie keine andere, war sie gleichzeitig auch eine Ikone und brachte es zum Weltstar.
Es war nur eine Frage der Zeit, wann das Kino dieses Leben für sich entdeckte, und mit der Besetztung der Hilde durch Heike Makatsch ist wirklich großes Kino gelungen. Für Heike Makatsch ist das wohl die Rolle ihres Lebens, und sie bringt uns die Auferstehung der Knef auf wundersame Weise nahe.
Hilde Knef wurde am 28.12.1925 in Ulm geboren und ging mit ihrer Mutter nach dem Tod des Vaters nach Berlin. Hier arbeitete sie ab 1944 bei der UFA-Film und bekam ihre erste Hauptrolle 1946 in dem Film "Die Mörder sind unter uns" von W. Staudte. 1947 heiratete sie Kurt Hirsch und folgte einem Angebot nach Hollywood. Leider blieben hier große Rollen aus, sodass sie sich wieder nach Deutschland orientierte. Hier sorgte eine Nacktszene 1950 in dem Film "Die Sünderin" für einen großen Skandal, was Hilde veranlasste, wieder in die USA zu gehen. Endlich faßte sie hier auch Fuß und war beteiligt an vielen Brodway-Produktionen. 1962 heitatete sie David Cameron und brachte ihre erste Schallplatte heraus. Ab 1965 schrieb sie eigene Chansons und ging damit 1966 auf Tournee. Ihre Lieder schlugen wie der Blitz ein und waren beliebt bei Jung und Alt. 1968 wurde ihre Tochter Christina geboren und 1970 erschien ihr 1. Buch "Der geschenkte Gaul", in dem sie ihre Lebensgeschichte erzählte. 1973 erkrankte Hilde an Krebs, 1976 trennte sie sich von Ihrem Ehemann und in diesem Jahr erschien auch ihr 2. Buch "Das Urteil", in dem sie ihre Krankheit verarbeitete. 1977 heiratete sie Paul von Schell mit dem sie 1980 in die USA zog. 1989 kehrte sie nach Deutschland zurück und starb am 1. Februar 2002 in Berlin.
Hilde fand ihre letzte Ruhe auf dem Zehlendorfer Waldfriedhof.